Top-Thema:

02.03.2010

Hilfe bei der Navigation

KEB Emsland-Mitte erhält den Innovationspreis für Bildungsberatung Innovationspreis 2010
von links nach rechts:
Lutz Stratmann, Dorothee Holz, Anne Höltermann, Rita Janssen, Ingrid Ipe, Heinz Niepötter, Dr. Jürgen Walter


Am 1. März 2010 überreichte der Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, den Innovationspreis 2010 des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung an Dorothee Holz, Geschäftsführerin der Katholischen Erwachsenenbildung - Emsland Mitte e.V.  Die Zeremonie fand im alten Rathaus der Stadt Goslar im Beisein der Vizepräsidentin des niedersächsischen Landtages, Astrid Vockert, und Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien statt. Geehrt wurde die KEB für ihr Projekt „Bildungsberatung als Lernerberatung“, das mit Beteiligung der  Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung entwickelt und am Standort Meppen durchgeführt worden war.  Die KEB – Emsland-Mitte e.V. teilt sich den 1. Platz  mit der  Volkshochschule Hildesheim, die für ihr Projekt „Bildungsberatung heute. Wege öffnen – Möglichkeiten sehen – Veränderungen wagen“ ebenfalls ausgezeichnet wurde. Beide Einrichtungen erhielten einen Scheck über 3000 €.

 
 Dorothee Prüssner MdL

In ihrer Laudatio hob die Landtagsabgeordnete Dorothee Prüssner, erwachsenenbildungspolitische Sprecherin der CDU, hervor, dass die Anforderungen an Bildungsorganisationen sich in den letzten Jahren massiv verändert hätten. Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens, die Vielfalt der Angebote und die Fähigkeit sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, erforderten „Unterstützung bei der Navigation durch den Bildungsdschungel“. Weil Lernen nicht mit der Berufsausbildung oder dem Hochschulabschluss ende, gehe es darum, Instrumente zu schaffen, die helfen, Bildung optimal zu organisieren und durchzuführen. Bildungsberatung verstehe sich dabei als Bindeglied zwischen Bildungsangebot und Nachfrage und habe die Aufgabe, Modelle für gelungenes lebenslanges Lernen zu schaffen. Hier hätten sich die beiden Preisträgerinnen in vorbildlicher Weise engagiert und neue Wege beschritten.

 
Wissenschaftsminister Lutz Stratmann   
Das Projekt „Bildungsberatung als Lernerberatung“, das die KEB – Emsland-Mitte e.V. von 2006 bis 2007 durchführte, richtete sich an arbeitslose Frauen, die vielfach keinen Berufsabschluss vorweisen konnten oder deren Erwerbsbiografie Brüche aufwies. Weil ihr Interesse an Bildung zum Teil schon in der Schule verloren gegangen und das Gefühl für die eigenen Kompetenzen unterentwickelt sei, über- bzw. unterschätzten die Teilnehmerinnen vielfach ihre Kompetenzen, so Dorothee Holz. Die Folge seien häufig Antriebslosigkeit, Ziellosigkeit und Arbeitslosigkeit, schließlich Bezug von Arbeitslosengeld II. Hier setze das Bemühen der Kursverantwortlichen an,  Bildungsberatung anzubieten und sie in den Lernprozess während eines Qualifizierungskurses einzubetten.
Im Zentrum der Beratung standen die Erkenntnis über persönlichen Lernstrategien und –techniken der Teilnehmerinnen sowie das Anregen von Veränderungen. Das Angebot sollte helfen, den Teilnehmenden über auftretende Schwierigkeiten im Laufe eines Kurses oder Seminars hinwegzuhelfen und zum Erreichen des Lernziels beizutragen.
Als „gewinnbringend im Hinblick auf die persönliche Entwicklung der Teilnehmerinnen, ihre Lernstrategien und –einstellung“ beurteilt Dorothee Holz abschließend die Lernerberatung.  Sie habe sich bewährt, um die Frauen auf eine Ausbildung oder eine Erwerbsarbeit vorzubereiten und ihnen die Integration in den Arbeitsmarkt zu eröffnen.
 Auditorium  
Nachrichten und Termine
05.02.2010

Ehrenamt als Auftrag

Bundesverdienstkreuz für Dr. Wolfgang Riemann [mehr...]

14.01.2010

Pflege - Erziehung - Bildung

Arbeitshilfe zur Montessoripädagogik [mehr...]

14.01.2010

Wechsel im Kuratorium des nifbe

[mehr...]

nach oben Seite drucken Zu den Favoriten hinzufügen Seite versenden