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Ehrenamt als Auftrag

Bundesverdienstkreuz für Dr. Wolfgang Riemann

   Landrat H.Broering, Dr. W. Riemann
Bildquelle: W. Rave, Meppener Tagespost

 
 

Im Auftrage von Bundespräsident Horst Köhler wurde der Haselünner Dr. Wolfgang Riemann mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Mit außergewöhnlich hohem Einsatz, so Landrat Hermann Bröring, habe sich Riemann ehrenamtlich der Erwachsenenbildung gewidmet. Auf ihn treffe die Aussage des Gründers der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner, zu: „Alles Große unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“
Zu diesem Großen, so Bröring, gehöre zwingend das ehrenamtliche Engagement auf lokaler und regionaler Ebene. „Alle Programme, Projekte und Pläne wären vergeblich, gäbe es nicht Menschen wie Wolfgang Riemann, die – ohne materielle Entlohnung – ihr Herzblut für etwas geben, von dem sie überzeugt sind.“
Mit der Auszeichnung ehrte der Bundespräsident vor allem Dr. Riemans Einsatz für die Erwachsenenbildung. 1975 in den Vorstand des Katholischen Bildungswerkes Meppen gewählt, übernahm er dessen Vorsitz ein Jahr später. In dieser Funktion beteiligte er sich in den 70er und 80er Jahren maßgeblich an der Ausgestaltung des vielfältigen Angebotes der als Volkshochschule arbeitenden Einrichtung. Weitere 
Stationen seines Wirkens waren die Mitarbeit in den Vorständen der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Osnabrück und im Land Niedersachsen mit dem Schwerpunkt der Qualifikation des haupt- und nebenberuflichen Personals, sowie die Mitarbeit im Redaktionsteam der Zeitschrift "Erwachsenenbildung".
Von 1994 bis zum Jahr 2000 war Dr. Riemann Vertreter der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) beim Präsidium der Europäischen Erwachsenenbildung in Brüssel.

Riemann habe, so der Landrat das Ehrenamt stets für sich als Auftrag verstanden. Es gehöre schon eine Art Passion dazu, seine Kraft und sein Wissen für einen speziellen Bereich auf Dauer erfolgreich zu widmen. Riemann zähle zu den sogenannten „stillen Stars“, die als „Kämpfer im Verborgenen“ arbeiten und nur selten, „wenn es denn unbedingt sein muss“, im Vordergrund stehen.
Der 1939 in Gelsenkirchen geborene Pädagoge hatte mit 33 Jahren in Haselünne die Leitung des Kreisgymnasiums St. Ursula übernommen und führte es 17 Jahre. 1989 wechselte er nach Hildesheim, wo ihm das Bistum die Leitung der Hauptabteilung Bildung bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2005 übertrug.
 

© Katholische Erwachsenenbildung im Lande Niedersachen e.V. 16.04.2010

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